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Report GoogleMail

Googles Antwort auf GMX, WEB.DE und Hotmail

GoogleMail ? E-Mail nur auf Einladung

Warum Google einen E-Mail-Dienst anbietet

Warum ausgerechnet eine Suchmaschine ihren Anwendern einen E-Mail-Dienst anbietet, darüber darf gerätselt werden. Sicherlich wird Google auf die E-Mails ähnliche Such-Algorithmen loslassen, wie auf Internet-Seiten, um mehr über die Anwender zu erfahren ? und sei es anonym.

Google selbst schreibt auf der eigenen Homepage, Zitat:

"Das Ziel von Google ist es, die Informationen dieser Welt allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Für viele Menschen enthalten E-Mails wertvolle, aber eventuell schwer auffindbare Informationen. Wir möchten ihnen helfen.

Google Mail verwendet die Suchtechnologie von Google zum Auffinden von Nachrichten, sodass Nutzer keine Ordner erstellen oder ihre einzelnen E-Mails ablegen müssen. Außerdem ist die Suchtechnologie in vielen weiteren Funktionen von Google Mail integriert. Durch diese Suche wird E-Mail-Korrespondenz effizienter. Und genau deshalb bieten wir einen solchen Dienst!"

Im Rahmen der Google-Produkte kommt dem E-Mail-Dienst eine zentrale Bedeutung zu. Mit nur wenigen Klicks wird aus einem GoogleMail-Postfach ein GoogleKonto. Das GoogleKonto ist die Eintrittskarte für viele andere Google-Dienste.

Eingeloggt im Google-Konto und Liste der genutzten Google-Dienste.

Trotz der Gigabyte-Größe des Postfachs erlaubt Google keine Mails, die größer als 10 MByte sind ? weder beim Empfang noch beim Versand. Hier spielt Google im Vergleich zu anderen Freemailern nur im Mittelfeld.

Das von Google angebotene API (Application Programm Interface) erlaubt es Programmieren jedoch, weitere Funktionen umzusetzen. So gibt es wenigstens Anwendungen ? etwa GmailFS ?, die den Speicherplatz des Googlemail-Postfachs als virtuelle Festplatte nutzen ? ohne die Einschränkung auf 10 MByte pro Objekt.

Der E-Mail-Dienst selbst ist und bleibt kostenlos. Google finanziert ihn über Werbung, die auf Basis der Analyse der Nachrichtentexte erfolgt. Dieses Vorgehen ist allerdings umstritten.

Datenschutz

Das Analysieren von E-Mails ist ein grober Eingriff ins deutsche Post- und Fernmeldegeheimnis (Deutsches Grundgesetz, Artikel 10).

"(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich."

"(2) Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt."

Niemand weiß genau, was Google alles speichert. Fakt ist, dass viel gespeichert wird! Das ist jedenfalls mehr als Sie denken!

Es gibt sogar Google-Dienste, die diese Datensammelleidenschaft auswerten, aufbereiten und entsprechend anzeigen.

Dies weckt wiederum Begehrlichkeiten bei Regierungen und Geheimdiensten. Da die Daten nicht zwangsläufig im deutschsprachigen Raum gehortet werden, kommen lasche oder keine Datenschutzgesetze zur Anwendung. Mit der Begründung von Terrorbekämpfung und Straftäterfahndung ist mittlerweile fast alles möglich ? selbst in Deutschland. So ist der Einsatz des überdimensionierten Mautsystems zu Verbrecherfahndung nur eine Frage der Zeit.

Verschlusssache

Google ist als einer der größten Geheimniskrämer verschrien. Im Rahmen der Recherchen zum Buch über GoogleMail und GoogleTalk wurde Google dennoch um Beantwortung einiger einfacher Fragen gebeten.

Der Autor erhielt bis heute keine (sachdienliche) Antwort, vermutlich weil er nicht die erforderliche Geheimnisstufe hat...

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