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Systems 2006 - mit Rotlicht-Netzwerken

Report Systems 2006

Messe mit POF

Mitsubishi

Plastiklichtleiter sind keineswegs eine Weltneuheit. Schon lange setzen die Automobilindustrie und die Schwerindustrie auf dieses Medium zur Informationsübertragung. Denn gegenüber dem Kupferkabel hat es einige Vorteile zu bieten:

  • Störsicherheit gegenüber elektromagnetischer Einstrahlung, wie sie etwa in der Nähe starker Elektromotoren, Elektromagnete oder Starkstromleitungen auftreten
  • Potenzialfreiheit ? der Plastiklichtleiter ist ein Isolator und kann daher bedenkenlos selbst über mehrere Stockwerke verlegt werden
  • Geringeres Gewicht
  • Niedrige Kosten

So nimmt es nicht Wunder, dass einer der größten Mischkonzerne der Welt, Mitsubishi, der hierzulande besonders als Automobilhersteller in Erscheinung tritt, bereits auf 25 Jahre Erfahrung mit POF verweisen kann.

Neu ist lediglich, dass die bewährte POF-Technologie nun "reif fürs Heim" ist, weil inzwischen die Hersteller von Montage- und Wandler-Technologien heimtaugliche Produkte zu heimtauglichen Preisen anbieten können.

POF-Duplex-Kabel wie die SK-Mega schwarz oder SK-Mega weiß zählen schon lange zum Standardprogramm von Mitsubishi. Neu ist SK-Premiere (mitte), die dank dünnen Mantels nur 1,5 Millimeter dick ist. Meist genügt zum Verlegen ein einfaches Tapetenmesser. Nur das Aufbringen von Steckverbindern erfordert Spezialwerkzeuge.

POF-Kabel lassen sich ? wie erwähnt ? wegen ihrer isolierenden Eigenschaften zusammen mit Elektrokabeln verlegen und daher selbst nachträglich in eine bestehende Elektroverrohrung einziehen.

Der empfohlene Biegeradius von 2,5 cm ist in den meisten Fällen klein genug, um selbst in beengten Verhältnissen, etwa in Unterputzdosen, Sicherungskästen oder Schaltschränken eine saubere POF-Verkabelung zu ermöglichen. Selbst wenn der Biegeradius gelegentlich auf 1,5 Zentimeter verringert wird, steigt bestenfalls die Dämpfung etwas an.

Neue Typen wie "SK Premiere" von Mitsubishi sind mit 1,5 Millimetern Durchmesser so schlank, dass sie selbst auf Sockelleisten oder in Zimmerecken ? etwa unter der Tapete ? unauffällig anzubringen sind ? und das ohne jegliche Gefährdung der Bewohner, sei es durch elektromagnetische Abstrahlung oder durch versehentliche Beschädigungen.

Da das POF-Material selbst preiswert ist, setzt die Industrie zunehmend auf Duplex-Kabel, in denen zwei POF-Fasern parallel zueinander laufen. Das verdoppelt die Bandbreite im Kabel, weil die Daten getrennte Hin- und Rückwege laufen können und verbilligt die foto-elektrischen Wandler.

Dennoch steht der Weg offen, durch Maßnahmen wie Wellenlängen-Multiplexing (rotes, grünes oder blaues Licht beeinflussen sich gegenseitig nicht) die Bandbreite zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Eine weitere Verdoppelung kann durch bidirektionales Beschicken der Fasern mit Licht erzielt werden.

Mitsubishi International GmbH (Düsseldorf) und Mitsubishi Rayon (Tokyo) zeigten verschiedene Ausführungen von POF Kabeln, die sowohl für die Unterputzinstallation als auch die Aufputzinstallation geeignet sind. Vor allem der geringe Durchmesser von 1,5 mm oder 2,2 mm und die weiße Farbe ermöglichen eine unauffällige Nachinstallation.

Herr Yamamoto, von Mitsubishi Rayon Tokio und Herr Tanida von Mitsubishi International GmbH Düsseldorf vor dem Mitsubishi Stand mit dem umfangreichen POF-Verkabelungslösungen.

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