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Report CeBIT 2010 / Connected Living

Report CeBIT2010 / Connected Living

Haus der Zukunft ? Vision oder Realität

Schaltzentrale Haushalt

Perfektioniert wird der Wellness-Bereich durch Einbindung und Planung einer sinnvollen Ernährung: Die in der Küche per Computer-Empfehlung zusammengestellten Ernährungs- oder Diätpläne lassen sich als Einkaufsliste auf das Handy, hier ein Google-Modell mit Android-Betriebssystem, übertragen und beim Einkaufen äußerst hilfreich verwenden. Nicht zuletzt dient diese Anwendung einer präventiven und gesunden Ernährung.

Ein weiteres Highlight ist das Einlesen von Strich- respektive EAN-Codes von Lebensmittelverpackungen mittels Handykamera, um die dem Körper im Verlauf des Tages zugeführten Ernährungsbestandteile wie Kalorien, Proteine, Kohlenhydrate im Einklang mit dem zuvor erstellten Trainingsprogramm zu halten. Zu diesem Zweck sorgt eine freie Community für das Füllen der hinter dem Strich-Code liegenden Produktdatenbank mit den im jeweiligen Lebensmittel enthaltenen Ingredienzien und Spurenelementen. Vorstellbar ist dieses sinnvolle und ergänzende Teilsystem in etwa wie die CDDB.ORG-Datenbank für Audio-Daten, mit denen Anwender ganze Inhaltsangaben von CDs auf einen Rutsch herunter laden können um nicht selbst die Titel von CDs abtippen zu müssen.

Mittels "Home Control Center" lassen sich alle angeschlossenen Geräte zentral steuern, von der Dunstabzugshaube über den Backofen bis hin zur Raumtemperatur und den Lichtquellen in allen Räumen. (Bild: Smartmedia PresSservice)

Gleichermaßen schlüssig und ebenso innovativ und überzeugend umgesetzt, wird in den weiteren Räumen die sinnvolle Vernetzung von Küche und Wohnzimmer aufgezeigt. Hier interagieren verschiedenste Gerätschaften schlüssig miteinander und bilden dadurch ein perfekt abgestimmtes Ganzes.

So wird je nach gewähltem Entertainment Programm das Licht im Raum gedimmt, der Blue-ray-Player startet den Film auf dem Flatscreen auf dem mir nach soeben getätigter Programmwahl, gerade noch die Restlaufzeit der Waschmaschine im Keller angezeigt wurde.

Küchengeräte und auch die TV/ Video Kombination "erlernen" die individuellen Vorlieben des Nutzers und schlagen auf Wunsch selbständig entsprechende Formate wie Dokumentationen oder den Abendkrimi vor oder stellen gar ganze Programmpakete zusammen während ein digitaler Assistent in der Küche bei der Zubereitung der Speisen unterstützend mitwirken kann.

Den Programmen und Service Diensten, welche sich implementieren lassen, sind theoretisch keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass im Unterbau des Betriebssystems die verschiedenen Schnittstellen, perfekt implementiert sind. Selbst das Hinzufügen von neuen Haushaltsgeräten in das vorhandene Geräte Portfolio geschieht ganz einfach anhand der Erkennung individueller Leistungsdaten und weiteren, gerätespezifischen Merkmalen.

Die Kostenübersicht bietet Kurz- und Langzeit-Statistiken sowie Vergleichs-Optionen für die Hauptverbraucher und ?Kostenpunkte. (Bild: Smartmedia PresSservice)

Gleichzeitig erhält der Nutzer endlich den sensibilisierenden und doch einfachen Überblick über in Betrieb- oder Stand-by-Modus befindliche Verbraucher, welche sonst womöglich unbewusst und unsinnig Energie verschwenden. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund, dass schon durch Verbraucher im Stand-by-Modus, alleine in Deutschland rund 14 Mrd. Kilowattstunden wertvolle Energie vergeudet werden und somit Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr entstehen. (Quelle: Umweltbundesamt)

Dies entspricht dem Bedarf einer Großstadt wie Berlin in einem ganzen Jahr (!) oder anders ausgedrückt, acht Millionen Tonnen Kohlendioxid! Und hier ist wohlgemerkt NUR der Stand-by-Betrieb gemeint. Insofern bringen all diese Funktionen nicht nur angenehmen Komfort sondern leisten auch einen äußerst wichtigen Beitrag zur notwendigen Ressourcenschonung.

Die Vision und die treibenden Kräfte hinter diesem ehrgeizigen- und schon jetzt sehr real nutzbaren System beschreiben die Entwickler so:

"Connected Living steht für eine gemeinsame Vision für das vernetzte Haus in einer vernetzten Welt. Das "Innovationszentrum Connected Living" wurde im Sommer 2009 auf Initiative der Technischen Universität Berlin/DAI-Labor gegründet und hat derzeit 25 Mitglieder. Bis Ende des Jahres 2010 sind über 35 Mitglieder angestrebt. Vorstandsvorsitzender ist TU-Professor Dr.-Ing. Sahin Albayrak."

"Das Partnernetzwerk von Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen hat das Ziel, einen einheitlichen Standard für die Heimvernetzung zu schaffen und übergreifende Lösungen in den Forschungsschwerpunkten Kommunikation & Entertainment, Weiße Ware, Konsumelektronik, Gesundheit, Energieeffizienz und Sicherheit zu adressieren. Alle Geräte und Dienste kommunizieren auf einer gemeinsamen Plattform miteinander und können vom Nutzer selbst einfach gesteuert werden. Die Basis für die gemeinsamen Arbeiten bildet das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt Service Centric Home (SerCHo)."

Das Organigramm des fitnesstauglichen Betriebssystems zeigt die funktionalen Blöcke und deren Verknüpfungen untereinander.

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