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Report von der Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen probt für Olympia 2018

Edles Bergahornholz im Kongresszentrum

Dem eleganten Baumhaus in der Fußgängerzone kann das neu renovierte Restaurant im Kongresszentrum durchaus das Wasser reichen. Der erste Umbau nach 50 Jahren ist ein voller Erfolg und setzt ebenfalls voll auf Natur: Der große Raum wird durch eine lange Tafel aus hellem Bergahorn-Holz dominiert, an der bis zu 50 Gäste Platz haben. Wer lieber ein kuscheliges Tete-à-Tete bevorzugt, kann sich an den kleineren Seitentischen niederlassen oder um die Teilung der modular aufgebauten Riesentafel ersuchen. Die Wand zum Seitenraum wurde mit Natursteinen verkleidet. Ein großer Durchgang gibt den Blick auf den Seitenraum frei, in dem eine Lounge aufgebaut ist. Für die Dauer der WM tagsüber für jedermann geöffnet, bleibt sie abends während der Siegerehrung den Ski-Stars vorbehalten. Stilvolle und bequeme Ledercouches laden zum Verweilen ein, in der Mitte steht ein stilisierter Kamin, entlang der Wände Holz-Skulpturen. Mobiliar und Accessoires sprechen die gleiche Sprache, geprägt von Zurückhaltung, Stil und Eleganz.

Hier ist gut tafeln: das geschmackvoll renovierte Restaurant im Kongresszentrum (Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen)

Der etwas andere Bergsommer in der Kongresshalle

Weniger elegant, dafür bayerisch-gemütlich geht es ein paar Schritte von Restaurant und Lounge entfernt im neu gestalteten "GaPaLand" im Kongresszentrum zu. Der Besucher taucht ein in eine künstlich angelegte Sommer-Landschaft. Überall blühende Primeln, es duftet nach dem Heu, das in der Kongresshalle aufgeschüttet wurde, Bäche plätschern in künstliche Seen. An der Decke hängen Seilbahnen und überdimensionale Drachenflieger. Auf dem Boden ist Mulch ausgebreitet. Künstliche Schafe stehen steif zwischen Brotzeit-Tischen mit rot-weiß-karierten Decken. Vogelgezwitscher aus Lautsprechern untermalt die Szenerie. Das Stilleben wird abgerundet durch bayerische Bänke, wie man sie im alten Ortsteil von Garmisch noch vor den Häusern findet, und kontrastiert von echten Strandkörben aus Kühlungsborn, die Garmisch von der Ostsee-Gemeinde im Austausch mit bayerischen Bänken erhalten hat.

Eleganz und Natur reichen sich hier die Hand. (Foto: Gudrun Kosche)

Den Besuchern gefällt´s: "So eine schöne Stimmung", ist im Gipfelbuch zu lesen, das neben dem nachgebildeten Gipfelkreuz der Zugspitze in der Halle ausliegt. Mit dem "GaPaLand" will sich Garmisch-Partenkirchen getreu dem Motto "Draußen Ski-WM, drinnen Bergsommer" als Ganzjahres-Destination präsentieren. Die Idee entspricht dem ökologischen Leitgedanken der Tourismus-Strategie.

Auch die benachbarte Lounge lädt zum Verweilen ein. (Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen)

Buntes Programm im "GaPaLand"

Im "GaPaLand" können die Besucher regionale Spezialitäten kosten und traditionelles Handwerk wie das Edelweiß-Schnitzen oder das Formen von Naturseife bewundern. Sondermarken und WM-Gedenkmünzen sind im "WM-Postamt" zu erhalten. Einheimische Bands spielen täglich von 14-16 Uhr. Vor einer riesigen Fotowand, die das Jagdschloss Schachen abbildet, kann man sich mit oder ohne König Ludwig II. fotografieren lassen. Die Fotos sind als Postkarte oder als Schneekugel zu erhalten. Sehr hübsch! Und auch hier wird der Natur-Gedanke wieder aufgegriffen: Während auf der Vorderseite das eigene Konterfei prangt, ist auf der Rückseite der Tourismus-Slogan "Entdecke Deine wahre Natur" eingearbeitet.

Das GaPaLand: Draußen Ski-WM, drinnen Bergsommer. (Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen)

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