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24. 04. 2018
Peter Machat (Vice President EMEA Central, MobileIron)
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EU-DSGVO

Enterprise Mobility Management im Rahmen der EU-Datenschutz-Grundverordnung

Am 25. Mai 2018 wird es ernst. Dann tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ? englisch "General Data Protection Regulation (GDPR)" - in den Ländern der Europäischen Union in Kraft. Unternehmen haben sich auf umfangreiche Dokumentations- und Beweis-Pflichten und im Konfliktfall auf drastisch hohe Bußgelder einzustellen.
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DGSVO oder GDPR ? jeder hat davon gehört und kaum einer weiß, um was es geht

Am 25. Mai 2018 wird es ernst. Dann tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ? englisch "General Data Protection Regulation (GDPR)" - in den Ländern der Europäischen Union in Kraft. Unternehmen haben sich auf umfangreiche Dokumentations- und Beweis-Pflichten und im Konfliktfall auf drastisch hohe Bußgelder einzustellen: Aufsichtsbehörden können gemäß Art. 83 Abs. 5 der DSGVO (https://dsgvo-gesetz.de/art-83-dsgvo/) beispielsweise bei Konzernen Bußgelder von bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes des Vorjahres verhängen. Angesichts der anhaltend steigenden Mobilisierung der Weltwirtschaft sollten sich Verantwortliche auf jeden Fall um die Implementierung einer stabilen Enterprise Mobility Management (EMM-) Plattform kümmern.

Peter Machat, Vice President EMEA Central bei MobileIron. (Bild: MobileIron)

Die digitale Ökonomie prägt mittlerweile die Märkte für Großhändler ebenso wie die für Endverbraucher. Ein Grund mehr, diese Märkte auch datenschutzrechtlich einheitlich zu regulieren. Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung geht die Europäische Union in der Informationstechnik genau diesen Weg. Für die Unternehmen bringt ein solcher einheitlicher digitaler Binnenmarkt erhebliche Kosten-Vorteile. Mehr noch: In Artikel 3 (https://dsgvo-gesetz.de/art-3-dsgvo/) wird der räumliche Anwendungsbereich der EU DSGVO im Fall von Auftragsverarbeitung personenbezogener Daten auch auf Dienstleister aus dem Nicht-EU-Ausland ausgedehnt. Dienstleister aus den USA oder Asien unterliegen damit nach dem so genannten Marktort-Prinzip den Regelungen der EU DSGVO.

Personenbezogene Daten als zentrales Element der DSGVO

Die EU DSGVO ist das durch deutsche Datenschutz-Prinzipien geprägte Kompromiss-Ergebnis von Jahrzehnte langen Diskussionen und Verhandlungen innerhalb der EU-Gremien. Dieser zähe und lange Prozess hat zur Folge, dass die Begriffsbestimmungen, wie sie in Artikel 4 der DSGVO (https://dsgvo-gesetz.de/art-4-dsgvo/) vorgenommen werden, die informationstechnische Realität nur noch unzureichend widerspiegeln. So darf man beispielsweise begründete Zweifel haben, ob das in Artikel 4 der EU GSGVO benutzte Begriffspaar "Betroffene" und "Verantwortliche", also einzelne Personen einerseits und Unternehmen andererseits, angesichts der immensen Verarbeitungskapazitäten, über die heute schon "jeder einzelne Betroffene" verfügt (Cloud-Dienste, Mobile IT), die heutige Situation angemessen abbildet [1]. Auch wird mit der Anknüpfung an das personenbezogene Datum nur ein Ausschnitt des Datenrechts erfasst und führt bei Big Data sogar zu einer problematischen Kollision mit dem Statistikrecht (vgl. die Ausführungen in [1], S. 468). Letztlich muss nach Auffassung der Autoren von [1] ein modernes Datenrecht Informationen als Schutzgegenstand in den Mittelpunkt stellen und damit als Teil des Kartellrechts behandelt werden.

Doch sei´s drum. Reden wir von der datenschutzrechtlichen Gegenwart und nahen Zukunft und die heißt heute, morgen und vermutlich auch übermorgen EU DSGVO und stellt das personenbezogene Datum als zentrales Element in den Mittelpunkt. Durch die Entwicklungen im Mobile-IT- und im Cloud-Bereich und vor allem in der Verbindung beider Bereiche entstehen große technische Herausforderungen für die vollständige Erfüllung der DSGVO, auf die im Folgenden detailliert eingegangen werden soll, indem die wichtige Rolle von "mobilen Systemmanagement-Tools" alias Enterprise Mobility Management (EMM-) Systemen aufgezeigt wird.

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