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Vergleich Anti-Spyware

Anti-Spyware

Schmarotzer und Spione

Fazit

Für alle Lösungen gilt, dass sie Produkte wie Grokster und Kazaa nicht deinstallieren, sondern einfach in einem nicht mehr lauffähigen Zustand auf dem Rechner zurücklassen. Dies ist ärgerlich und nicht mit guter Systempflege vereinbar. Zudem löschen die Lösungen leider nur identifizierte Registry-Keys und Dateien ? ohne dabei zu berücksichtigen, welche Software-Produkte auf diese Dateien und Keys angewiesen sind. Alle Tools verfügen zwar über eine Undo-Funktion, um entstandene Schäden wieder rückgängig zu machen, dabei kommt jedoch zwangsläufig Stückwerk heraus.

Bild mit freundlicher Genehmigung der Panini Verlags GmbH. © 2004 by E.C. Publ

Wünschenswert wären Reinigungswerkzeuge, die bei der Analyse in größerem Umfang "denken" und die dabei System-Tools wie die Software-Deinstallations-Routine von Windows mit berücksichtigen. Zumindest sollten die Programme so überarbeitet werden, dass sie einen klar sichtbaren Hinweis ausgeben, der dem Anwender mitteilt, dass er Kazaa oder ähnliches über den Entfernen-Dialog in der Systemsteuerung deinstallieren soll, da diese Software nach dem Reinigungslauf sowieso nicht mehr funktionsfähig ist. Darüber hinaus wiegen die Produkte den Anwender auch in falscher Sicherheit, denn sie teilen ihm nicht mit, wenn sie eine Spyware nicht entfernen können. Im Test fand Ad-Aware bei jedem Suchlauf die Malware Claria und behauptete nach dem Entfernen, sie wäre weg. Diese Information war aber trügerisch, da Claria völlig unverändert im System blieb und beim nächsten Suchlauf erneut wieder auftauchte.

Unter dem Strich überzeugte keines der Programme. Wäre Ad-Aware beim Scan nicht reproduzierbar abgestürzt, dann die Lösung für die Entfernung eine gute Note bekommen, da sie auf unserem Testsystem die wenigsten Spione zurückließ. Spybot Search and Destroy und Pestpatrol entfernten zwar ebenfalls viele Störenfriede und brachten das System in einen besseren Zustand als vorher. Diese Lösungen ließen aber noch zu viele Spione unbehelligt. Hier ist die Erkennungsroutine noch nicht ganz auf dem Laufenden.

Generell ist zu berücksichtigen, dass Giant Antispyware und Pestpatrol die Produkte mit dem größten Funktionsumfang und den meisten Extras sind. Hier sollte der Anwender vor dem Einsatz daran denken, dass Spyware-verseuchte Rechner sowieso schon relativ langsam laufen. Ressourcen-schonende Tools wie Ad-Aware und Spybot eignen sich deshalb besser für den Einsatz in diesen Szenarios. Diese beiden Lösungen sind für Privatanwender darüber hinaus kostenlos. Für diejenigen, die ganz sicher gehen wollen, spricht folglich nichts gegen einen parallelen Einsatz beider Produkte. Damit erreicht man wohl das Optimum an Sicherheit, das zur Zeit möglich ist. Um der Trojanerflut Herr zu werden, sind jedoch Antivirus-Tools unverzichtbar.

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