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Vergleich Anti-Spyware

Anti-Spyware

Schmarotzer und Spione

Testumgebung: Windows XP total verwanzt

Abhilfe gegen derartige Bedrohungen versprechen Anti-Spyware-Programme. Zum Test elektronischer Antispionageprogramme setzten wir einen PC mit dem Betriebssystem Windows XP Professional mit Service Pack 1a auf, auf dem wir außer Antivir von H+B-EDV und Microsoft Office 2003 Service Pack 1 keine weitere Software installierten.

Spyware-Seuche: Ein PC fängt sich schon in kürzester Zeit erstaunlich viele Browser-Bars ein.

Anschließend besuchten wir mit dem zum Betriebssystem gelieferten Browser Internet Explorer 6 mit Service Pack 1 etliche einschlägige Casino-, Crack- und Erotik-Websiten, um Tracking Cookies zu sammeln (dabei fingen wir uns auf einer Screensaver-Seite noch das Trojanische Pferd TR/Drop.FunWeb.A ein).

Zum Schluss installierten wir die beliebten Tauschbörsenprogramme Kazaa Media Desktop, Grokster, Download Accelerator Plus in der Freeware-Version und einen freien Screensaver von www.freeze.com, die allesamt im Ruf stehen, "klassische" Spyware-Vehikel zu sein.

Bei der Installation des Kazaa Media Desktops beschwerte sich zunächst Antivir, dass die Trojaner "TR/Dldr.Keenval.3" und "TR/Dldr.Keenval.B.4" eingeschleppt worden seien. Wir ignorierten diese Meldung, da wir eine "unberührte" Kazaa-Standardinstallation einrichten wollten.

Bei der Installation von Grokster ging es noch wilder zu: Hier gab es als Gratis-Dreingaben die Trojaner TR/BiSpy.DLL.B, TR/Hijack.MulltiPP, TR/Small.AN.2 und TR/Dldr.RVP.E. Alle Trojaner blieben bei ebenfalls zunächst unberührt im System.

Nach der Einrichtung dieser Programme lief unser Testsystem mit Athlon-1.5-GHz-CPU und 512 MByte Arbeitsspeicher deutlich langsamer als zuvor. Unter den installierten Spyware-Komponenten fanden sich unter anderem folgende Spione: Casino Palazzo, AdRoar, Claria, Gator, Cydoor, Gain, BroadcastPC, TwainTech, VX2AbetterInternet und TV Media Display.

Vorgehensweise für den Test

Im Test gingen wir folgendermaßen vor: Zunächst speicherten wir die verseuchte Windows-Installation als Image und installierten dann jede der vier Anti-Spyware-Lösungen im Test nacheinander auf jeweils einem neuen Image. Jedes Produkt fand also genau das gleiche System vor.

Eines vorweg: Da die Lösungen Spyware-Komponenten unterschiedlich bewerten, unterscheidet sich die Zahl der Funde bei allen Produkten deutlich. Während etwa die eine Anti-Spionage-Software AdRoar als eine gefundene Komponente meldet, zählt eine andere 16 Treffer für infizierte Dateien, Registry-Einträge und Speicherinfektionen. Die Zahl der Funde allein ist folglich wenig aussagekräftig.

Zu einem guten Anti-Spyware-Programm gehört freilich nicht nur eine hohe Erkennungsrate ? es muss die gefundene Spyware auch zu entfernen können oder zumindest bei der Entfernung zu helfen. Um dabei eine Vergleichsmöglichkeit zu haben, ließen wir, nachdem die jeweils gerade getestete Lösung durchgelaufen war, die Konkurrenzprodukte das System nochmals überprüfen um festzustellen, wie viele Spionage-Lösungen übrig geblieben waren.

Manches Spionage-Programm, wie das mit der Winsock-Datei verbundene NewDotNet, lassen sich ohnehin nur manuell entfernen. In diesen Fällen sollte das Anti-Spyware-Tool aber wenigstens eine Warnung ausgeben und den Anwender darauf aufmerksam machen.

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