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Vergleich - Client-basierte Spam-Filter

Client-basierte Spam-Filter

Schutzschild für den Arbeitsplatz

Spamihilator 0.9.8.4

Der Spamihilator findet sich als Freeware unter www.spamihilator.com. Die Software arbeitet nicht (wie die anderen Produkte) mit zentralen Spam-Listen, sondern bringt neben einem Wortfilter einen so genannten Bayes-Filter mit, der lernfähig ist und für jede E-Mail anhand unterschiedlicher Parameter (beispielsweise der Häufigkeit bestimmter Worte) eine Spam-Wahrscheinlichkeit errechnet und nur solche Mails als Spam deklariert, die einen bestimmten Schwellenwert überschreiten. Dieser Filter ist trainierbar und lässt sich somit ideal an die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes anpassen. Dafür benötigt er allerdings etwas mehr Einarbeitungszeit als "normale" Listen-Filter. Deswegen finden sich Bayes-Filter meist auch eher in server-basierten Enterprise-Lösungen. Für Anwender mit speziellen Anforderungen, denen ein listenbasiertes System nicht ausreicht, kann der Spamihilator aber die richtige Lösung sein. Das Tool zeichnet sich darüber hinaus durch eine besonders hohe Flexibilität aus, unterstützt es doch an E-Mail-Clients neben Outlook 2000, XP und 2003 auch Outlook Express 6 sowie Opera, Eudora, Pegasus Mail, Incredi-Mail, Netscape 7/Mozilla 1 sowie Phoenix Mail.

Nach der Installation erscheint ein Icon im Taskbar, über das sich der Spamihilator steuern lässt. Dieses Icon bietet eine Vielzahl an Funktionen, dazu gehören ein Papierkorb, der die gefilterten Mails enthält, eine Spam-Statistik, die die Spam-Aktivitäten der letzten 30 Tage umfasst und ein Trainingsbereich, in dem die Anwender vor kurzem empfangene Nachrichten einsortieren und so den Bayes-Filter trainieren können.

Interessant ist ferner der Punkt Einstellungen. Er bietet unter anderem eine Kindersicherung, um Spam vor Kindern zu verbergen, sowie die Möglichkeit, die Reihenfolge der einzusetzenden Filter festzulegen. Auf diese Weise lässt sich das System beispielsweise so konfigurieren, dass zuerst der Bayes-Filter greift, danach der Wortfilter und zuletzt die Attachment- oder Image-Filter. Mit dem Spamihilator lassen sich Mail-Attachments außerdem unter Zuhilfenahme der Dateinamenerweiterung blockieren. Zusätzlich hat der Benutzer die Wahl zwischen insgesamt fünf unterschiedlichen Filterstufen und kann mit Black- sowie White-Lists arbeiten. Damit stellt diese Lösung ein außergewöhnlich leistungsstarkes Produkt dar, das aufgrund des trainierbaren Filters nicht einmal auf regelmäßige Pattern-Updates angewiesen ist.

Der Trainingsbereich für den Bayes-Filter des Spamihilators könnte übersichtlicher sein.

Anwender, die vorhaben, ihren Spam-Filter längerfristig einzusetzen und die vor dem Trainigsaufwand nicht zurückschrecken, sollten dieses Produkt, das bei der Spam-Erkennung nach dem Training den anderen Lösungen in nichts nachstand, in die engere Wahl ziehen. Es ist nur schade, dass der Trainigsbereich nicht klar anzeigt, welche Mails bereits durch den Filter aussortiert wurden. Das macht den Lerndialog etwas unübersichtlich und die Anwender müssen sehr konzentriert zu Werke gehen und aufpassen, ihre Mails richtig zu bewerten. Hier wäre eine klarere Benutzerführung wünschenswert.

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