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Test Corinex Wireless-N Homeplug AV 200

Heimnetz-Hybrid mit PLC und WLAN

Streaming-Testergebnisse

Video- und Audio-Streams können erheblich mehr Daten über die Stromleitungen transportieren als TCP/IP-Verbindungen mittels Dateiabfragen. Im Gegensatz zum TC-Protokoll erfolgt bei UDP jedoch keine Quittierung pro Datenpaket ? die Applikation sendet verlorene Pakete nicht erneut, weil sie von deren Verlust keine Kenntnis erhält. Das Verhalten einer Verbindung hängt zudem wesentlich von ihrem Lastzustand ab: Wenn ein Mechanismus zum Reduzieren der Sendegeschwindigkeit fehlt, kann das verbindungslose Streaming-Protokoll UDP/RTP ? im Gegensatz zu TCP/IP ? die Verbindung sogar überlasten. Dann kommt es zur "Verstopfung".

Zur Messung der maximal möglichen Übertragungs-Geschwindigkeit im Streaming-Modus schickt das IxChariot-Messscript erheblich mehr Daten über die PLC-Strecke ? in diesem Fall rund 250 MBit/s ? als dieser tatsächlich übertragen kann.

Beim Streaming via UDP nutzen die Corinex Homenet Wireless N Homeplug AV 200 die von der Fast-Ethernet-Schnittstelle bereitgestellte Bandbreite fast vollständig aus. Mehr geht fast nicht. (©Smartmedia PresSservice)

Die Bandbreite beim Streaming reicht stellenweise selbst für vier HDTV-Übertragungen á 20 Bit/s locker aus und selbst im ungünstigsten Fall ("Dachgeschoß") geht noch ein Full-HD-Stream locker durch die Stromleitung. Bandbreite aber ist nicht alles. Ob sich die Streaming-Paktete stellenweise stauen, ist damit noch nicht gesagt. Die Streaming-Qualität zeigt sich erst in weiteren Tests für Paket-Verlust und Laufzeitschwankungen weiter unten.

Ergebnisse Video-Streaming

Die Eignung für Video-Streaming testet das Labor des Tom's Networking Guide Deutschland zum einen anhand eines Standard-IPTV-Streams mit der DVB-T-Bandbreite von 3,75 MBit/s, zum anderen mit 20 MBit/s "fetten" HDTV-Streams, jeweils im komprimierten MPEG-2-Format. In diesen Messungen ermittelt Ixchariot jedoch nicht nur den maximalen UDP/RTP-Durchsatz, sondern ebenfalls das zeitliche Verhalten, das sich in Laufzeitverzögerungen (Delay) und Laufzeitschwankungen (Jitter) äußert.

Die wichtigste Kenngröße für den Anwender ist jedoch der Paketverlust: Da das Streaming-Protokoll den Empfang der Datenpakete nicht quittiert, erhält der Sender keine Information darüber, ob ein Paket verloren gegangen ist und kann es folglich, anders als bei TCP, nicht erneut senden. Wegen der hohen Kompression von Digital-Video-Paketen hat jedoch bereits der Verlust weniger Pakete fatale Folgen: Untersuchungen des Instituts für Rundfunk-Technik (IRT) und des IETF zur Folge kann bereits ein Paketverlust von 0,1 Prozent zu inakzeptablen Bildstörungen führen, wenn nicht aufwendiger Fehlerschutz (FEC) bei der Übertragung implementiert ist.

Für IPTV (SDTV) halten sich beim Corinex Homenet Wireless N Homeplug AV 200 Laufzeit und Paketverlust überall im Haus unter der zulässigen Grenze von 0,1 Prozent. Für High-Definition-Videos (gelb) wird es jedoch schon eine Etage höher im Schlafzimmer kritisch ... (©Smartmedia PresSservice)

Doch selbst an Messpunkten, an denen die Paket-Verlustrate niedrig oder sogar Null ist, können Video-Streams fehlerhaft dargestellt werden: Treffen nämlich die Daten mit längeren Pausen mit schwankender Geschwindigkeit ein, droht der Eingangspuffer am Netzwerk-Player leer zu laufen. Das Tom's-Networking-Lab misst daher zusätzlich den "Delay Factor" (DF), der die Schwankung des Füllzustandes des Widergabepuffers in Zeiteinheiten ? also unabhängig von der Datenrate ? beschreibt.

Damit keine Daten verloren gehen, muss der Puffer [in Zeiteinheiten] größer als das Maximum des Delay Factors sein.

Wie sauber die Corinex Homenet Wireless N Homeplug AV 200 IPTV-Pakete streamen, verdeutlichen die Messungen des Delay-Faktors. (©Smartmedia PresSservice)

Beim Steaming von HD-Streams steigt der Delay-Faktor an "schwierigeren" Messstellen deutlich an, erreicht aber nur bei "Schlafen" oder im "Dachgeschoss" wirklich kritische Werte. (©Smartmedia PresSservice)

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