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Test Sonos ZonePlayer S5

Stereo ohne Strippen und Stottern

Fazit

Mit dem ZonePlayer S5 ist Sonos ein wirklich guter Wurf geglückt. Sie erzeugen in der Tat ein kristallklares Klangbild, gleich, ob alleine oder im Stereo-Verbund, neigen nicht zur Überbetonung einzelner Frequenzbereiche und erzeugen im Paar sogar einen recht ordentlichen Tiefen-Bass. Dass ihnen bei ausgewählten Titeln eine Oktave nach unten fehlt, ist der Physik geschuldet: Ein tiefer Bass braucht, Bassreflex-Rohr hin, ein großes Volumen. Für Alltagsanwendungen ist das fast vollständige fehlen der Bereiche unter 100 Hertz aber verschmerzbar. Da überwiegen die Komfort-Vorteile bei weitem: Einfach aufstellen, einbuchen, und schon läuft die Musik.

Neben den klanglichen Qualitäten, die zum Preis für rund 400 ? Ihresgleichen suchen, sind es aber die herausragenden Komfort-Merkmale, die die Sonos S5 so empfehlenswert machen: Einfach am Stromnetz anschließen, eine Minute warten, bis sich ZoneBridge und ZonePlayer S5 gefunden haben, und schon kann die Musik loslegen.

Vielseitig ist die S5 ebenfalls: Schließlich steckt in jeder ein kompletter Audio-Netzwerk-Player, der nicht nur auf lokale Musik-Verzeichnisse auf dem heimischen Mac, PC oder NAS, sondern über einen Internet-Router ebenso bequem auf eine unfassbare Vielfalt von kostenlosen Radiosendern und Musikdiensten zugreifen kann. Direkt einbuchen lassen sich ins Sonos-System die Musik-Abo-Plattformen "Napster", "Deezer", "Last.fm" und seit Kurzem "Wolfgang's Vault", das sich auf Life-Mitschnitte legendärer Konzerte spezialisiert hat.

Die S5 gibt es von Sonos ebenfalls in weiß mit gebürstetem Alu-Grill und damit passend zum Design der ZonePlayer. (©Smartmedia PresSservice)

Klangqualität, Vielseitigkeit, Komfort und Netzwerkfähigkeit sind so überzeugend, dass der Tom's Networking Guide Deutschland den Sonos S5 trotz der relativ hohen Verlustleistung die Auszeichnung "Empfehlung der Redaktion" verleiht.

Gleichzeitig wollen die Redakteure Sonos ermutigen, die in den S5 eingebaute Netzwerk- und Verstärker-Technik für drahtlos vernetzte Mono-Blocks einzusetzen, also Mono-Endstufen zum Ansteuern einer einzelnen Lautsprecherbox. Sonos schweigt sich zwar über die akustische Leistung der S5 aus. Sie lässt sich jedoch indirekt über die gemessene Leistungsaufnahme abschätzen: Die S5 zieht stumm geschaltet gut 20 Watt und unter Volllast 30 Watt. Bei einem geschätzten Wirkungsgrad von 80 % gehen also 8 Watt in die akustische Leistung. In Brückenschaltung bringen die beiden Stereo-Endstufen die vierfache Leistung eines einzelnen Kanals, so dass ein Mono-Block mit S5-Technik locker auch größere Speaker ansteuern könnte.

Ermutigen will die Redaktion den Tom's Networking Guide Deutschland Sonos ferner dabei, die der neuen Geräte-Generation zugrunde liegende WLAN-N-Technik, genauer: deren Bandbreiten-Potenzial, besser auszuschöpfen und sie auch für 5.1- oder 7.1-Systeme einzusetzen.

Leserkommentar

Jörg , Sat, 27. Nov. 2010 - 20:13:
Ich bin begeistert, habe 4 Zonen, Zugriff auf Napster und kann mit Android das ganze bedienen ;-) und - es geht noch mehr...
IS IS war wird, Fri, 10. Sep. 2010 - 05:03:
umstand ... teuer ....nix neues ... es lebe crestron
Red.: Die Produkte von Crestron haben eine andere Ausrichtung: Die Steuerung eines verkabelten Systems. Die Sonos-Lösung kommt im Gegensatz dazu ganz ohne Verkabelung aus. Hier könnte auch der Grund für einen eventuellen Preisunterschied liegen.

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