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Praxis PLC-Phasenkoppelung

Powerline-Praxis

Workshop Phasenkoppelung

Die Lösung ? Phasenkoppler

Die einfachste, wenngleich teuerste und unattraktivste Methode, den Datentransport quer über zwei Hasen hinweg sicher zu stellen, bestünde darin, jeweils ein PLC-Modem pro Phase zu verwenden und diese beiden dann auf der Datenseite, also an ihren Ethernet-Anschluss, über einen Ethernet-Switch mit RJ45-Kbeln zu verbinden.

Der elegante, sichere und preiswertere Weg aber führt über den "Phasenkoppler". Vorweggeschickt: Ein Phasenkoppler ist an allen drei Phasen L1, L2 und L3 angeschlossen. Zwischen einer einzelnen Phase und dem Null- respektive Neutral-Leiter (N) liegen 230 Volt Wechselspannung an, die Spannung zwischen zwei Phasen beträgt aber 380 Volt. Das ist sehr gefährlich! Selbst wenn ein solcher Phasenkoppler harmlos aussieht ? Einbau und Anschluss sind nicht zuletzt aus versicherungsrechtlichen Gründen in jedem Falle Sache des Elektroinstallateurs.

Der Powerline-Phasenkoppler, denn Allnet unter der Artikelnummer ALL168x vertreibt, sorgt mit seinen Kondenstoren (siehe Schaltbild auf dem Aufdruck) für eine kapazitive Koppelung der für den PLC-Datenaustausch erforderlichen Hochfrequenzsignale zwischen den drei Phasen. Über seine "LX"-Klemme lässt er sogar das Einkoppeln von PLC-Daten aus einem gesondert abgesicherten Stromkreis zu.

Ein Phasenkoppler ist aus drei Kondensatoren aufgebaut, welche Hochfrequenz zwischen den Phasen durchlassen, Niederfrequenz (also die 50 Hz des Wechselstromnetzes) jedoch blockieren. Bei dem hier gezeigten Modell handelt es sich um einen PLC-Koppler, der im Sicherungskasten auf der so genannten Hutschiene (Norm EN 50 022) durch Aufklicken montiert wird.

Die Klemmen L1, L2 und L3 verbindet der Fachmann mit den drei Phasen der Hausstromversorgung (siehe Grafik unten). Die Klemme LX bleibt in einer einfachen Installation unbelegt. An dieser Stelle könnte Hochfequenz aus weiteren Stromkreisen ein- oder ausgekoppelt werden ? siehe unten. Schlösse man an LX den Null-Leiter an, würde die gesamt Hochfrequenz "geerdet" ? und dann ginge PLC-technisch garantiert nichts mehr.

Nach Abschluss des Einbaus sollten nun alle Steckdosen optimal mit den PowerLine-Signalen versorgt sein ? eigentlich: Denn es gibt noch eine Falle, die wir hier ebenfalls ansprechen möchten.

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