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Praxis PLC-Phasenkoppelung

Powerline-Praxis

Workshop Phasenkoppelung

Der Fehlerstromschalter FI

Die segensreiche Erfindung des Fehlerstromschalters, auch FI-Schalter genannt, ist gelegentlich eine Störquelle für die gewünschte Ausbreitung der PowerLine-Hochfrequenz-Signale im Stromnetz ? insbesondere dann, wenn PLC-Signale nahe beim FI-Schalter eingekoppelt werden.

"F" steht für "Fehler", "I" bezeichnet in der Elektrik üblicherweise die Stromstärke (während "U" das gängige Symbol für die Spannung darstellt). Der FI-Schalter schaltet den Strom sofort ab, wenn ein "falscher Strom" fließt. Das bedeutet, er misst, ob der Strom, der von der Quelle (dem Schaltkasten) über das Hausleistungsnetz in einen Verbraucher fließt, auch vollständig wieder zurückfließt. Fließt ein Teil davon einen anderen Weg, etwa durch den menschlichen Körper oder, verursacht durch ein schadhaftes Kabel respektive Feuchtigkeit, in den Boden, löst er sofort aus und unterbricht die drei Phasen.

Ein dreiphasiger FI-Schalter schaltet bei Fehlerströmen alle drei Phasen L1, L2 und L3 gleichzeitig ab.

Das hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich ganz einfach. Die Leitungen L1, L2 oder L3 von der Zuleitung werden jeweils um einen Einsenkern gewickelt und gehen dann zum Verbraucher. Die Rückleitung (N) wird im Gegensinn um den gleichen Eisenkern gewickelt. Sind Hin- und Rückstrom gleich groß, heben sich die im Eisenkern vom fließenden Strom erzeugten Magnetfelder auf. Sind die Ströme jedoch unterschiedlich groß, entsteht ein Magnetfeld, welches den Schalter innerhalb von 20 ? 40 ms betätigt und den Stromkreis unterbricht.

In Deutschland ist bei Neubau und Modernisierung ein FI-Schalter mit einer Auslösestromdifferenz von 30 mA vor allem für Stromkreise in Feuchträumen und im Außenbereich vorgeschrieben.

Das Problem für die PowerLine-Kommunikation besteht nicht im Abschalten, sondern in der Induktivität, die von der Spule samt Magnetkern gebildet wird. Sie bewirkt eine Sperrung der Hochfrequenz. Sind also Bad, WC und Waschküche mit einem FI-Schalter geschützt, sollten wir kein Problem haben, denn dort wollen wir unsere PowerLine-Adapter ja gar nicht benutzen. Hat der Installateur jedoch das gesamte Haus mit einem FI-Schalter geschützt, muss der Phasenkoppler vom Zähler aus gesehen hinter dem FI-Schalter angeschlossen sein, sonst machen die Induktivitäten die gerade eingekoppelte Hochfrequenz kaputt. Aber das wird der Elektro-Fachmann wissen, und als Heimwerker fasst man die Elektroinstallation tunlichst nicht an.

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