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Workshop LCN Hausbus

Hausbus LCN mit PC-Kopplung

Im SmartHome macht der Bus das Licht aus

Die LCN-Entscheidung

Zwischen den vier großen Systemen LON, KNX, Beckhoff und LCN musste es eine Entscheidung geben, die nach mehreren Überlegungen zugunsten des LCN gefällt wurde.

Unterputz-Modul von LCN. Die schwarze und blaue Ader dient der Stromversorgung. Der weiße Draht ist die Datenleitung. Violett und braun sind Ausgänge. An die braunen Buchsenleisten lassen sich EIB-Schalter und Sensoren anschließen. (© Smartmedia Pressservice)

Das wichtigste Argument für LCN sind die geringen Kosten für die Vorbereitung eines Gebäudes zur Automatisierung. Das kommt Bauherren entgegen, die nur selten aus dem Vollen schöpfen können: Wenn das Geld knapp ist, bleiben viele Extras, und besonders die, die man nicht sofort sehen kann, oft auf der Strecke. Der Local Control Bus (LCN) erfordert aber bei der Grundinvestition nur wenige hundert Euro. Anstatt des dreiadrigen wird im ganzen Haus fünfadriges Kabel verwendet und anstelle der normalen werden tiefe Einbaudosen verbaut. Der Installateur verklemmt die fünfte Ader in allen Dosen miteinander und die Basisinstallation ist fertig. Hierfür wird keine zusätzliche Arbeitszeit benötigt, da keine zusätzlichen Kabel verlegt werden. Damit betragen die Mehrkosten für ein Einfamilienhaus nur ca. 450 Euro. Ein Bauherr, der diesen Betrag nicht investieren kann, sollte überlegen, ob er sich ein Bauvorhaben überhaupt leisten kann.

Durch die verlegte Kabelinfrastruktur ist zwar noch gar nichts automatisiert, doch das Haus ist für die Zukunft vorbereitet. Nun kann Schritt für Schritt und Raum für Raum je nach wirtschaftlicher Lage, Wunsch und Notwendigkeit automatisiert werden. Vielleicht sind zuerst die Rollläden dran und später das Heimkino? Das bleibt den Bewohnern überlassen.

PC-Koppler LCN-PK mit Klemmen für Phase (L, schwarz), Nullleiter (N, blau) und Daten (orange). Unter befindet sich die serielle Schnittstelle. (© Smartmedia Pressservice)

Ein weiterer Faktor war die dezentrale Verteilung der Steuerung bei LCN. Die Wettbewerber sind zentral organisiert, verlangen deshalb einen entsprechend großen Schaltschrank. In Einfamilienhäusern kommt das nicht wirklich gut an; die viele sichtbare Technik verunsichert zumindest nicht technikaffine Menschen.

Dank LCN gibt es im Technikraum des SmartHome Paderborn nur einen Zählerschrank. Dort sind ferner die Luft-Wärmepumpe, der Wechselrichter der Fotovoltaik und der Zentralstaubsauger untergebracht. Im Haus selbst befindet sich unter der Treppe der Sicherungskasten. Dort sind einige wenige LCN-Hutschienenmodule eingebaut, etwa der PC-Koppler, welcher LCN mit dem HomeServer verbindet.

Zur Programmierung und Wartung wählt sich der LCN-Spezialist über den Internetzugang in den HomeServer ein. Von dort aus hat er Zugriff auf alle Ressourcen.

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