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Hubert und die geheimen Pläne

Netzwerksicherheit : Hubert und die geheimen Pläne

Geheime Dokumente

"Hey Hubert!" Oswald Schöne, brüllte was die Stimmbänder hergaben. "Warte einen Moment! Du musst uns helfen." Oswald erwischte Hubert, legte seine große Hand von hinten auf Huberts Schulter und hämmerte gegen ihn mit künstlicher Entrüstung: "Wir können nichts ausdrucken!"

Hubert drehte sich um und fragte: "Was stimmt denn mit dem Drucker nicht, den ich für euch installiert habe?" Mit einem Auge sah er, wie sich Andi aus dem Staub machte – mit einem Grinsen, das sagte: Du bist in die Scheiße getreten - nicht ich!

"Nee, er druckt ganz OK", erklärt Ingrid Mannschreck, die für die südöstliche Verkaufsregion zuständig war, mit vollem Mund. "Das ist das Problem." Sie hielt Hubert eine Schachtel mit halb geschmolzenen Pralinen hin.

"Oh, nein danke. Sag mir einfach, was nicht OK ist."

Troy schubste Hubert gutmütig – zumindest hoffe Hubert, dass es gutmütig gemeint war – Richtung Konferenzraum. Naumann, der für das Zentralgebiet, und Kai, der für die westliche Verkaufsregion zuständig war, standen bei einem HP LaserJet 4050 TN, mit mindestens 200 Seiten im Ausgabeschacht. Hubert griff sich die oberste Seite und warf einen Blick darauf. Dichter Text umrundete eine CAD-artige Illustration eines Flugzeuges. "Er scheint doch einwandfrei zu drucken. Aber, was ist das denn?"

Naumann zuckte mit den Achseln. "Das weiß eben auch keiner von uns. Es hat mit uns gar nichts zu tun. Aber es kommt aus dem Drucker, seitdem du gegangen bist. Kannst du das nicht stoppen?"

"Na klar." Hubert drückte auf den "Abbrechen"-Knopf oben auf dem Drucker. Der Papierfluss hörte auf. Das Menü des Druckers flimmerte durch einige verschiedene Status-Anzeigen, bevor dann, einige Sekunden später, die erste Seite von Naumanns Präsentation aus dem Drucker kam.

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Freude und Verlegenheit mischte sich auf den Gesichtern der Vertriebler. "Mein Gott, wenn wir gewusst hätten, dass es so einfach ist, hätten wir dich nicht damit belästigt", erklärte Ingrid.

"Hat er das alles schon seit mehr als einer halben Stunde gedruckt?" fragte Hubert. Er nahm den dicken Stapel Papier aus dem Printerschacht und blätterte ihn durch. In der Kopf- und Fußzeile einer jeden Seite war "Streng Geheim" oder "Vertraulich" gedruckt. Eine schnelle Durchsicht des Stapels bestätigte seine Meinung: Es schaut nach einem Waffensystem aus. "Wer hat das hier ausgedruckt?" fragte er in den Raum.

Die Account Manager schauten ihn mit unschuldigen Mienen an.

"Keiner von uns", sagte Troy.

Und Ingrid fügte hinzu: "Es hat einfach von selbst angefangen."

Hubert strengte sich an, nichts zu der Äußerung zu sagen, dass Druckaufträge sich verselbständigen können. Aber Kai könnte irgendwie Recht haben – nicht, dass der Druckauftrag von selbst losging. Aber sein improvisierter Druckserver hing am Unternehmensnetzwerk und theoretisch könnte irgendwer außerhalb dieses Raums auf den Drucker zugreifen.

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