Hintergrund DisplayLink

Green IT mit USB-Grafikkarten
Slim statt SLI
USB-Grafik-Adapter
An die meisten Grafikkarten lassen sich mittlerweile zwei Monitore anschließen. Wer noch mehr Darstellungsfläche benötigt, muss weitere Grafikkarten nachrüsten – was so einfach aber gar nicht immer geht: Zum einen sollten die Grafikkarten miteinander reden können, zum anderen benötigen sie nicht unerheblich Energie, die mithin weder vom PC-Netzteil bereit gestellt werden und zum anderen als Abwärme gar nicht mehr abgeführt werden kann.
Der einfachste Weg, einen zusätzlichen Monitor oder Projektor mit einem PC zu verbinden bietet die Display-Link-Technik mit dem USB Graphics Adapter (UGA).
DisplayLink Merlin – USB rein, VGA / DVI raus.
DisplayLink nutzt die Rechenleistung der Host-CPU(s), um die üblicherweise recht bandbreitenstarke Grafikausgabe mit einem verlustfreien Verfahren so weit zu komprimieren, dass sie der Universal Serial Bus (USB) transportieren kann. In der Version überträgt er brutto 480 MBit/s – das reicht nach Angaben von John Slaughter, der als Marketingdirektor von DisplayLink auf der CeBIT 2008 am Stand von Samsung präsentiert hatte, um wenigstens sechs Monitore bis zu einer Auflösung von 1080i anzusteuern.
Hardcore-Gamer, die schiere 3D-Rendering-Power benötigen, werden allerdings wenig Freude an USB-Grafikkarten finden, da der Host-CPU die Spezial-Rechen- und Rendering-Funktionen des Grafikprozessors fehlt.
Ebenso muss die gleichzeitige Übertragung mehrerer Videos, insbesondere in hoher Auflösung, am zu schmalen Bandbreiten-Budget des USB scheitern.
An vielen Arbeitsplätzen aber sind weder 3D-Welten noch High-Definition gefragt. Überall dort, wo die Bildschirme im Wesentlichen statische oder zeitlich wenig veränderliche Informationen anzeigen, könnte die DisplayLink-Technik zu einer beträchtlichen Ersparnis an Hardware- und Betriebskosten führen:
- Leitstände
- Börsenmakler
- Kreativ-Berufe
- Online-Seller
- Pressebüros
- Überwachungsfirmen
- etc.
Das haben bereits die beiden Schwergewichte im Display-Geschäft, LG und Samsung, erkannt. Während LG bereits zur CeBIT 2007 mit der DisplayLink-Technik geliebäugelt hatte, war es auf der CeBIT 2008 die Firma Samsung, die mehrere Monitormodelle mit dem DisplayLink-Chip ausgestattet hatte. LG teilt auf Nachfrage mit, erst im Juni 2008 Monitore mit USB-Grafik anbieten zu wollen. Samsung hatte die Technik mit entwickelt und vermarktet sie bereits unter dem Namen UBISync in des klassischen 19-Zoll-Desktop-Moitors Syncmaster 940UX oder als pfiffige Multi-Monitor-Lösung (Syncmaster 2263DX).
Im Paket liefert Samsung den Syncmaster 2263DX als 22-Zoll-LC-Display mit einen 7-Zoll-"Rückspiegel", der direkt das Bild der eingebauten Kamera wiedergeben kann. Der 7-Zöller ist seitlich und oben frei platzierbar.
Anzeige







