Test - Siemens Gigaset M34
Siemens M34 DECT
Mit Gigaset ins Internet
Internet-Telefonie mit Skype
Dass die Internet-Telefonie im Trend liegt, zeigt sich unter anderem daran, dass immer mehr Hardware-Hersteller mit VoIP-Anbietern wie Skype kooperieren und ihren Produkten Gutscheine für kostenloses Telefonieren beilegen. So fanden wir in der Verpackung eines Plantronics-Headsets einen Gutschein für 120 Freiminuten, dessen Einlösung unserem Test-Account eine Gutschrift in Höhe von € 2,04 einbrachte. Kostenpflichtig sind jedoch nur Gespräche, die via Skype in normale Telefonnetze oder zu anderen Internet-Telefonie-Anbietern geführt werden. Zwischen einzelnen Skype-Anwendern sind Gespräche und Konferenzen – sieht man von den Bereitstellungs- und Betriebskosten der Internet-Zugänge ab – völlig kostenlos.
Leider sind nicht alle weltweiten Ziele gleichermaßen günstig zu erreichen. Während gut 20 Länder (meist in Europa und Nordamerika) für 1,7 Euro-Cent pro Minute recht preiswert zu erreichen sind, kosten Gespräche in den Rest der Welt durchschnittlich zwischen 10 und 30 €-Cent. Exotische Ziele wie die Cook-Inseln oder Diego Garcia zählen mit mehr als einem Euro pro Minute zu den teureren Destinationen. Zum Vergleich: Mit Call-by-Call-Anbietern in Deutschland geht das um die Hälfte günstiger. Daher unter Rat: Wer viel telefoniert, sollte in jedem Fall vorher die Gebühren prüfen. Im Gegensatz zu üblichen Telefonanbietern verlangt Skype jedoch das vorherige Aufladen des Profils in Packungseinheiten zu zehn Euro. Die Guthaben bleiben 180 Tage lang gültig; wer bis dahin nicht "geskyped" hat, muss mit Verfall des Kontos rechnen.
Nach der Installation der Skype-Software muss der Anwender vor dem Telefonieren erst neue Kontakte hinzufügen.
Der weit größere Vorteil von Skype liegt jedoch in der einfachen Handhabung. Das Programm selbst ist mit knapp 6 MByte selbst bei Modem-Verbindung noch in akzeptabler Zeit herunter zu laden. Einmal installiert, lassen sich Kontakte durch einfachen Doppelklick anrufen. Ein Mikrofon sowie ein Kopfhörer genügen; ideal ist jedoch ein ordentliches Headset, das wahlweise über Bluetooth oder klassisch per Klinkenstecker Anschluss findet. USB-Headsets funktionieren ebenfalls – am PC.
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Wie anderen Messenger kann auch Skype Mitteilungen versenden und Dateien direkt verschicken. Zwar möchte Skype einen eigenen TCP-Port, weicht jedoch problemlos auf den http-Port 80 aus, falls der gewünschte nicht zu haben ist. In der Praxis bedeutet dies, dass Skype in den meisten Fällen selbst dann funktioniert, wenn Firewalls und nicht für Skype konfigurierte Router im Signalweg stehen. Ohne eigenen Port geraten Datentransfers dann aber derart quälend langsam, dass die Öffnung eines Ports, oder das Ausweichen auf E-Mail eine Überlegung wert sein sollte.
Skype verwaltet die wachsende Liste von Kontakten, kann aber keine Daten aus Mobilteilen oder gar aus Outlook übernehmen.
Die Kontakte, die der Anwender an den Skype-Server übermittelt, kann er anschließend die direkt anwählen oder anschreiben. Alternativ darf er mit Skype-Out sogar internationale Rufnummern wählen – ein Guthaben beim Anbieter vorausgesetzt. Die Komfortfunktionen entsprechen denen im ISDN (Integrated Services Digital Network). Eine Übernahme von Kontaktdaten aus bestehenden Telefonbüchern, etwa per GAP (General Access Profile) aus DECT-Mobilteilen, einer DECT-Basissatatoin oder gar aus PIMs (Personnel Information Manger) wie Outlook beherrscht Skype indes nicht.










