tom's networking guide
 
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Vergleichstest KMU-NAS

02. 09. 2009
Manuel Masiero
Tom's Networking Guide

Vergleichstest NAS-Laufwerke Teil 1

Datenzentralen für Kleinunternehmen

Für ein KMU-NAS sind einfache Wartung durchs Netz, ausgereifte Bedienung und hohe Performance wichtiger als umfangreiche Ausstattung ? zu viele Funktionen trüben die Gesamtleistung. Es gibt sie bereits ab 700 Euro.
.

Vergleichstest KMU-NAS-Laufwerke

NAS-Laufwerke haben sich mittlerweile nicht nur im KMU-Bereich etabliert, sondern sind inzwischen immer stärker zuhause und in kleinen Büros im Einsatz. Dabei empfehlen sich die Netzwerkspeicher durch allerlei Funktionen, die oftmals weit über das geforderte Maß hinausgehen. Neben den üblichen Aufgaben, nämlich Daten zu speichern und sie Netzwerk-Teilnehmern zentral zur Verfügung zu stellen, punktet die aktuelle Generation einerseits mit umfassenden Einstellungen für RAID-Level, Netzwerk-Freigaben und Backupmöglichkeiten. Andererseits geriert sich manches NAS mit Multimedia-Funktionen als wahrer Unterhaltungskünstler und fungiert zum Beispiel als iTunes-Lieferant, hostet Webseiten und Bildergalerien oder lädt selbstständig Files per Bittorrent aus dem Internet.

Das Problem dabei: In vielen KMU- und Heim-NAS-Laufwerken sitzen schwachbrüstige Prozessoren, die trotz Gigabit-Ethernet-Schnittstelle kein echtes Gigabit-Tempo erreichen. Müssen die Laufwerke neben Netzwerk-Freigaben weitere Aufgaben wie Dateidownloads übernehmen oder als Webserver fungieren, beansprucht das die CPU zusätzlich und bremst die Netzwerk-Performance. Sitzt freilich ein leistungsstarker Prozessor vom Schlage eines Intel Atom N270 unter der NAS-Haube, ist das Funktions-Plus kein großes Problem. Entsprechend deutlich ist dann allerdings der Preisaufschlag und mit den fast durchwegs günstigen Preisen sowohl vieler Heim- und KMU-NAS-Laufwerke schwer vereinbar.

Für Administratoren sind die Multimedia-Funktionen wenig relevant. Hier muss ein NAS eine gute Performance abliefern, eine ausgereifte Benutzerverwaltung bieten und zahlreiche Wartungs- und Alarmfunktionen mit sich bringen. Steht ein Netzlaufwerk dagegen in kleinen Büros oder den eigenen vier Wänden, sind andere Qualitäten wichtiger, zum Beispiel ein geringer Lautstärkepegel, ein schickes Gehäuse, Multimedia-Features und eine einfache Bedienung. Ein gutes NAS erzielt im Idealfall in fast jeder Disziplin Bestnoten und überzeugt bei moderaten Anschaffungskosten sowohl durch hohe Performance als auch durch umfangreiche Ausstattung.

Tom?s Networking Guide lotet in diesem Vergleichstest aus, welche Leistung aktuelle NAS-Laufwerke aus den Bereichen KMU und Heimgebrauch abliefern. Sechs Laufwerke gehen in jedem der beiden Bereiche an den Start. In der Kategorie KMU treten an:

Alle Testkandidaten durchlaufen einen Benchmark-Testparcours mit dem bewährten Open-Source-Benchmark Iozone und treten in den Kategorien Ausstattung, Installation, Betrieb und Bedienung gegeneinander an. Um die Stärken und Schwächen der einzelnen Laufwerke deutlicher herauszuarbeiten, haben wir die Testkandidaten nicht getrennt voneinander in Einzeltexten besprochen, sondern vergleichen ihre Features direkt innerhalb der fünf einzelnen Kategorien miteinander.

Leserkommentar

Hugo , Wed, 5. May. 2010 - 19:28:
Hallo,
als weniger professionell vorbelasteter Privatanwender wäre es für mich sehr wichtig zu wissen, was man tun kann, um wieder an die, auf den Platten der NAS-Boxen gespeicherten Daten zu kommen, wenn die Elektronik der Box versagt. Kann man dann die Platten über einen USB-Adapter an einen standart windows PC anschließen und normal auf die Daten zugreifen, oder sind dann halsbrecherische Aktionen notwendig, weil die Boxen kein NTFS oder FAT32 sondern irgendein anderes Dateisystem verwenden? Vielleicht kann mir ja auch jemand ein Gerät empfehlen, dass sich im Havariefall entsprechend pflegeleicht verhält, und von mir vorwiegend als SICHERER Speicherplatz für Fotos, Videos und Musik genutzt werden soll. Ein angenehmes Feature wäre dabei, wenn für ca. 5 Teilnehmer je ein Laufwerk eingerichtet werden kann, und wenn alle Lesezugriff auf die Fotos, Videos und MP3s hätten.
Red.: Bei NAS-Geräten die mehrere Laufwerke nutzen, wird das Retten von Daten mittels Windows-Rechner nicht praktikabel: Die Daten sind aus Sicherheitsgründen meist per RAID auf die Laufwerke verteilt.
Auch wenn nur ein Laufwerk genutzt wird, ist ein Windows-Rechner zum Datenretten meist ungeeignet. Die Geräte nutzen alle Linux als Betriebssysten, sonst wären noch zusätzlich die Kosten für eine Windows-Lizenz zu zahlen. Als Dateisystem kommt entsprechend EXT3, meist in verbindung mit LVM zum einsatz. Andersrum geht es meist viel besser: Nutzen sie enfach einen Linux-Rechner zum daten retten, der hat auch mit NTFS oder FAT32 keine Probleme.
Martin Niederer, Mon, 15. Feb. 2010 - 14:25:
Als KMU haben wir ein 19" in einem separaten Raum.
Hier wäre ein Vergleich von Rack-NAS sicher angebracht. Diese gibt es von verschiedenen Nerstellern:
z.B.:
QNAP
Synology
Netgear
LaCie
Cisco

PS: ich hatte vor einer Woche schon einen Komentar eingestellt, gibt es hier auch ein Feedback ?
Martin , Wed, 10. Feb. 2010 - 11:23:
Für eine KMU kommen auch NAS für Rack-Einbau in Frage.
Die gibts auch von QNAP ( TS439U / TS809U-RP ) und Synology ( RS409+ ).
QNAP gibt hier sehr viel höhere Datenraten an. was ist da drann und wie verhalten sich diese Dinger, wenn mehrere User ( ca 10 ) gleichzeitig Daten lesen und schreiben. Frühere NAS sind da immer extrem eingebrochen.

Dass die NAS für Rack-Einbau teuer sind ist klar,
wenn man sich aber den Wert der Daten ansieht,
( bei uns liegen ca 700'000 files auf dem Server )
spielen ein paar hundert EURO gar keine Rolle.

Ein Test mit einigen 19"-Rack versionen wäre für Entscheider in KMU dringend notwendig !!!
IchBins IchBins, Thu, 1. Jan. 1970 - 01:00:
Das wichtigste fehlt leider in der Vergleichstabelle: der Stromverbrauch (maximal, minimal/idle).
Complicated Complicated, Thu, 1. Jan. 1970 - 01:00:
Ich muss mich ein bisschen wundern über einen Test der im September stattfindet und eine Firmware verwendet die seit Mai veraltet ist. (Siehe Screenshot QNAP-Finder FW 2.1.5)
<br />
<br />War die QNAP TS-439 so lange im Keller oder wurde der Test Anfang des Jahres gemacht?
<br />Mittlerweile hat die QNAP seit Juni 2009 eine völlig andere Oberfläche und die aktuelle FW Version 3.1.1
<br />
<br />Auch unterstützt die TS-439 iSCSI entgegen der Tabelle am Ende.
<br />
<br />Ein enttäuschender und unvollständiger, halbherziger Test der keinerlei Aussagekraft hat. Schwache Leistung.
Starbug Starbug, Thu, 1. Jan. 1970 - 01:00:
Ich würde all iese Geräte nicht zu KMU, sondern eher zu SOHO zuordnen. Vor Allem, weil die Integration in Windows Netze UX Typosch eher dürftig ist. Für MU fehlen mir die ACLs! An dieser Stelle wird es kompliziert, weil das UNIX Berechtigungsschema extrem unflexibel ist.
<br />
<br />Wnn die BEschreibung stimmt, ist die Buffalo gar keine NAS, sondern eine (iSCSI) NAS - daher ist der Vergleich mit den anderen Geräten nicht fair.
<br />
<br />Dieser Satz auf Seite 4 ist der Widerspruch in sich: \"Im Gegensatz zu allen anderen Testkandidaten beherrscht das NAS auch kein rsync und kann damit ein für den Unternehmensbetrieb wichtiges Backup-Feature bereitstellen\" (Buffalo).
<br />
<br />
tonarm tonarm, Thu, 1. Jan. 1970 - 01:00:
wieso stellt man dieses Gerät ins Schlafzimmer; ist es denn so schön?
Nordic Nordic, Thu, 1. Jan. 1970 - 01:00:
Seit dem 04.09.09 hat Synology ein Update.
Mit diesem kamen unteranderem auch eine Firewall sowie überarbeitetem DLNA Server. Desweitern ist es nun auch möglich die Synology Geräte als iSCSI Target einzubinden.
Eigentlich schöner Test jedoch frage an die Redaktion wieso von Synology den DS-509+? Der rest ist ja fast nur mit 4 Slot (eine ausnahme mit der ds zwei)
Aus persönlicher Erfahrung habe ich mitbekommen das die Synologys Nachts um 0 Uhr anspringt und kurz die Festplatten aus dem Ruhezustand holt. Wenn die Kiste im Schlafzimmer steht ist die eingewöhnungszeit etwas höher... ;)
beisser beisser, Thu, 1. Jan. 1970 - 01:00:
Hätte Toms Hardware etwas besser recherchiert, wäre aufgefallen, das das ReadyNas Pro, das sie erhalten haben einen Fehler aufweist, der den CPU-Lüfter (nicht den 12 cm lüfter) mit 4000 rpm drehen lässt, was dann eine geräuschkulisse wie in einem windkanal verursacht.
genauso wäre dann aufgefallen, das es einen fix für dieses problem gibt. hierzu gibt auf der readynas webseite eine sogenannte service action die ich hier wegen dem brillianten kommentarsystem nicht verlinken darf.
das das von toms hardware verwendete nas diesen fehler aufweist, sieht man am screenshot auf seite 6. der 12 cm lüfter dümpelt mit 937 rpm vor sich hin, während der cpu-lüfter mit 4000rpm dröhnt.

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