Test NetMotion Wireless Mobility XE 8.5
Test NetMotion Wireless Mobility XE 8.5
VPN ohne Stottern
Test NetMotion Wireless Mobility XE 8.5
Mobility XE – im Test war bei uns die Version 8.5.8649 zum Einsatz gekommen – verwendet das so genannte Internet Mobility Protocol (IMP), um Anwendungs-Sitzungen selbst dann am Leben zu erhalten, wenn der dazugehörige Client vorübergehend nicht erreichbar ist, etwa weil er zu einer schnelleren Netzwerkverbindung wechselt oder sich in einem Funkloch befindet. Der Einsatz dieser Technologie ergibt unter anderem für Anwender Sinn, die oft mit dem Zug auf Strecken wie der zwischen Köln und Frankfurt unterwegs sind. Auf dieser Verbindung durchfährt der Zug etwa alle drei Minuten einen Tunnel, was immer wieder zu kurzfristigen Verbindungsabbrüchen führt. Da diese sehr häufig auftreten, bringen traditionelle Remote-Access-Lösungen an dieser Stelle keinen Nutzen, da die Anwender mit ihnen die meiste Zeit damit beschäftigt wären, sich immer wieder neu einzuloggen. Weil das IMP aber die Verbindungen aufrecht erhält, sind Nutzer der NetMotion-Wireless-Lösung sofort nach dem Verlassen des Tunnels wieder dazu in der Lage, an der gleichen Stelle weiterzuarbeiten, an der sie kurz zuvor aufhören mussten. Mobility XE bringt hier also einen echten Mehrwert und macht in manchen Umgebungen ein produktives Arbeiten erst möglich.
NetMotion Wireless Mobility XE 8.5 hält drahtlos hergestellte VPN-Verbindungen selbst in Tunneln kommunikationsfähig. (©Smartmedia PresSservice)
IMP-Trick: Schlechte Verbindung
Das IMP setzt auf Remote Procedure Calls (RPC) auf, während das VPN-Gateway als Proxy für die Applikationen arbeitet. Sind der Client und der Anwendungs-Server gleichermaßen erreichbar, so leitet das VPN-Gateway die Datenpakete einfach weiter. Fällt der Client aus, so fährt das VPN-Gateway damit fort, dem Applikationsserver Pakete zu schicken. Diese Pakete teilen der Anwendung mit, dass die Netzwerkverbindung zurzeit extrem schlecht sei, und dass der Server zunächst keine weiteren Daten senden solle. Damit verhindert Mobility XE, dass die Anwendung ihre Verbindung wegen eines Timeouts abbricht und ermöglicht es dem Client – sobald er wieder online ist – nahtlos mit der Applikation weiterzuarbeiten. Da das IMP auf TCP-Ebene arbeitet (die Kommunikation erfolgt über Port 5008 UDP, darin wird IMP auf TCP-Ebene in sich verschlüsselt getunnelt), funktioniert es mit praktisch allen Anwendungen, egal ob es sich um VoIP-Gespräche, Datenbank- und Multimedia-Sitzungen, Telnet- beziehungsweise SSH-Sessions oder Vergleichbares handelt. Interessant ist auch noch die spezifische Eigenschaft von IMP, dass das Protokoll Server- und Client-seitig nur dann mit einem Lebenszeichen auf Anfragen reagiert, wenn als anfragendes Protokoll ebenfalls IMP zum Einsatz kommt. Portscanner laufen damit ins Leere und ein "telnet {Zieladresse} 5008" bringt ebenfalls keine Erkenntnisse.
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Zum weiteren Funktionsumfang von Mobility XE zählen:
- FIPS-konforme Verschlüsselung,
- Zwei-Faktor-Authentifizierung,
- diverse Beschleunigungsfunktionen für die Datenübertragung (Komprimierung, Web-Acceleration, etc.),
- die Unterstützung von Zertifikaten und
- ein umfassendes Regelwerk, das Zugriffsrechte auf die Netzwerke, den Datendurchsatz, die Behandlung bestimmter Applikationen und ähnliches festlegt.
Zugriff von außen mit dem NetMotion-Mobility-Client auf ein Mobility-XE-VPN. (©Smartmedia PresSservice)
Konkret sieht es so aus, dass die Richtlinien, die sich mit Hilfe von Mobility XE erstellen lassen, die Zugriffrechte auf das Remote-Netz auf Protokoll- und Anwendungsebene steuern. Die optional erhältliche Network-Access-Control-Funktion (NAC) schreibt bei Bedarf zusätzlich detailliert die Konditionen vor, die auf dem zugreifenden Client herrschen müssen, damit dieser überhaupt auf das Netz zugreifen darf (beispielsweise aktivierte und aktualisierte Antivirus-Lösung, aktive Firewall und Ähnliches). Dazu später mehr. Umfangreiche Reporting-Funktionen runden den Leistungsumfang der VPN-Lösung ab.














