
WLAN-Router-Vergleichstest
Funken was das Zeug hält
Vergleichstest WLAN-N-Draft-2-Router
Dieser Vergleichstest zeigt die Daten-, Video- und Sprach-Qualität der Draft-N2-Generation von WLAN-Routern, wie sie sich in der Praxis bewähren. Sollte den geneigten Leser die Geschichte der WLAN-N- Geburtswehen übergehen wollen, kann er durch einen Klick auf den Link unter einer der nachstehenden Grafiken direkt zur jeweiligen Übersichtsseite der drei Testdisziplinen springen.
Am 11. September 2009 konnte das Institute of Electrical and Electronics Engineers die langjährige Hängepartie um den "neuen" WLAN-Standard 802.11n (WLAN-N) mit der Ratifizierung des WLAN-Standards 802.11n beenden und damit die jahrelange Wartezeit, in der Industrie und Käufer mit lediglich einem halbfertigen und halbkompatiblen Industriestandard leben mussten. Die drei Stationen im Entstehungsprozess
- Pre-n
- 802.11n Draft 1
- 802.11n Draft 2
hatten in den letztern sieben Jahren zu vielen Missverständnissen und Frustrationen geführt, da einerseits die potenziell hohe Performance nur mit ausgewählten Produkten (WLAN-Router / WLAN-Client) des gleichen Herstellers zu erzielen waren, andererseits herstellerübergreifende Kompatibilität nur auf einem "kleinsten gemeinsamen Nenner", nämlich dem alten WLAN-G-Standard, zu erzielen waren, und moderne, starke Verschlüsselungsverfahren teilweise nicht eingesetzt werden konnten.
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Wie schleppend die Umsetzung auf die moderne WLAN-Variante vonstatten gegangen war, zeigten Testergebnisse des Tom's Networking Guide Deutschland, der im Test der AVM Fritz!Box Fon WLAN 7270 die Frage aufwerfen musste: "Wo ist das N in Fritz?". Das hat sich mittlerweile gebessert, aber noch immer ist sich die Industrie uneins, wie sie das "N" vermarkten kann. "N" wie "Neuland für Linksys" – die sind inzwischen ebenfalls besser geworden, heißen aber jetzt Cisco. Oder "Nfinity" in der Diktion von Buffalos "Doppelfunker mit Sicherheits-Bonus" respektive Wireless-N-150 beim DIR-600 von D-Link.
Ebenfalls erst in der Zeit gereift: AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7270. (Bild: AVM)
Täglich werden rund eine Million WLAN-Komponenten verkauft, da war eine gemeinsame Basis überfällig. Am 11. September 2009 endlich hat das Standardisierungsgremium IEEE bekannt gegeben, die 802.11n-2009-Erweiterung (Amendment) ratifiziert zu haben. Darin sind Mechanismen definiert, die zu signifikant höhere Datenraten (Durchsatz) und Reichweiten in WLANs führen sollen. Die "n-2009"-Ergänzung zum WLAN-Basis-Standard IEEE802.11 soll der Datenkommunikations-Industrie künftig dabei helfen, den wachsenden Anforderungen an Funknetzwerke für den industriellen, privaten und öffentlichen (HotSpots) Einsatz gerecht zu werden, bei denen Datentransfers mit höherer Bandbreite und Multimedia-Anwendungen der nächsten Generation (HDTV) im Vordergrund stehen. Die 560-seitige Ergänzung mit dem Titel "WLAN Enhancements for Higher Throughput" soll den Roll-Out wesentlich skalierbarer WLANs ermöglichen. Deren Datenraten sollen bis zum Zehnfachen höher ausfallen, als beim Vorgängerstandard (WLAN-G) und sie dennoch mit bereits installierten WLAN-Komponenten koexistieren.
"Koexistenz" scheint insgesamt das Zauberwort zu sein, mit dem sich das IEEE aus der Selbstblockade befreien wollte, nachdem es allzu widersprüchliche Technik-Ansätze zu einem einzigen Standard vereinen sollte. Denn laut IEEE haben mehr als 400 Personen am neuen WLAN-Standard mitgewirkt, angefangen von Equipment- und Silizium-Versorgern über Service-Provider, System-Integratoren, Beratungsfirmen und akademischen Institutionen aus mehr als zwanzig Ländern.
"Das war eine außerordentlich weitreichende technische Herausforderung, die einer fortwährender Anstrengung und Konzentration unglaublich vieler Beteiligter erfordert hat. Als wir im Jahr 2002 begonnen hatten, waren einige der von 802.11 angesprochenen Technologien noch Gegenstand universitärer Forschung und keineswegs bereits umgesetzt", hatte Bruce Kraemer, Chair of the IEEE Wireless LAN Working Group geklagt. "Die Performance-Verbesserungen, die [jetzt] mit 802.11n erzielbar sind, stehen für eine Tranformation der Anwender-Erfahrung, und die Ratifizierung der Ergänzung setzt jetzt die Ramenbedingungen für eine neue Welle von Anwendungs-Innovationen und der Erzeugung neuer Marktchancen."
Und Paul Nikolich, Chairman des IEEE 802 LAN/MAN Standards Committee hatte ergänzt: "Jeder, der in den 802.11n-Prozess involviert gewesen ist – allen voran Bruce Kraemer, dessen starke Führungsqualitäten von Beginn an unverzichtbar waren – hat sich Lob verdient, weil es sich hier um einen Meilenstein bei einer Schlüsseltechnik der Datenkommunikation handelt [...]. Die Ergänzung bedeutet einen dramatischen Sprung in Richtung größerer WLAN-Skalierbarkeit zu einem recht geringen Mehr an Kosten für Industrie und Endverbraucher."
Der erste Hersteller, der seine Produkte bereits am 16. September 2009 als vollständig WLAN-N-kompatibel bezeichnet hatte, war Belkin. Es folgten Lancom (22. September 2009), AVM (26. September 2009) gefolgt von D-Link (28. September 2009), während sich der Rest der WLAN-Komponenten-Hersteller diesbezüglich nach wie vor in Schweigen hüllt. Buffalo etwa hatte bereits im August intern festgestellt, dass alle Draft-2.0-zertifizierten Produkte dem finalen Standard entsprechen und somit leicht zertifiziert werden und so ausgewiesen könnten.










Was ist mit der FB 7390 ???
Nein. Ich verwende die Fritzbox 7170(FW:29.04.80 ) als Router,AP und Modem (ADSL2+ ~16Mbps). Lan1 ist mit einem Gbit Switch verbunden. Vielleicht können Sie es mit diesen Info nachstellen.
sehr umfangreicher und informativer Test. Danke dafür. Spiele schon länger mit dem gedanken von meiner FB 7170 auf 7270 zu wechseln. Bei der "alten" FB ist mir vorallem ein Punkt negativ aufgefallen. Sobald ich die Internetverbindung stark/voll auslaste bricht mein WLAN Durchsatz massiv ein. Beispiel gemessen mit NTttcp (ohne Last ca. 20Mbps, mit Last ca. 5Mbps). Das ist besonders dann nervig, wenn man gleichzeitig downloaded und Video/TV zum Notebook streamt.
Vielleicht könntet ihr noch eine Aussage dazu treffen ob dieser Effekt immernoch auftritt. Und wenn ja, welcher Router dieses Manko nicht hat. Vielen Dank.
Eine kleine Bitte hätte ich trotzdem noch. Ich habe keine Veröffentlichungsdatum gefunden. Es wäre schön zu wissen wie alt die Test sind um sie besser einschätzen zu können.
Danke und Grüsse
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